Essentielle Mineralstoffe und Spurenelemente


Zur allgemeinen Information erhalten Sie in der anschließenden Tabelle einen kurzen Überblick über die grobstofflichen Mineralien und ihre Arbeit in unserem Körper:

 

Calcium

- Mengenelement

- Insgesamt ca. 1000 – 1500 g mengenmäßig im Körper vorhanden, davon

- ca 99 % an Phosphor gebunden, befindet sich in Knochen und Zähnen

- wichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen, Muskelkontraktion (inkl. Herztätigkeit) und die Blutgerinnung

- Calciumhemmer: Oxalsäure, Phytin, eine fettreiche/eiweißarme Ernährung

- Calciumförderer: Vitamin D, Aminosäuren, Citronensäure, Laktose

- Mangel an Calcium führt zu Muskelkrämpfen, Herzproblemen mit essentiellem Bluthochdruck, Rachitis, Osteoporose

 

Eisen

- Spurenelement

- 4 bis 5 g im Körper vorhanden

wichtiger Baustein des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) und hierbei am Sauerstofftransport beteiligt

- 70 % des gesamten Körpereisenbestandes = Hämoglobin

- Aufbau für den Muskelfarbstoff Myoglobin (= Sauerstoffspeicherung in den Muskeln)

- Enzymtransport zur Umwandlung von Beta-Carotin in Vit. A, Bildung von Kollagen (für Knorpel, Knochen, Zahnfleisch und Zähne)

Eisenaufnahme kann gestört sein im Magen-Darm-Trakt, mangelhafte Speicherung in der Leber ebenso wie durch Tee, Medikamente Pille, durch entzündete Darmschleimhaut (z. B. Allergien oder Pilze); chronischer Blutverlust (Sickerblutungen im

Darm) oder zu starke Regelblutungen

- Ein Eisenmangel führt zu Leistungsschwäche, blasser Haut/Schleimhaut, Mundwinkeleinrissen (Aphten, Ragaden), häufigen Entzündungen, abnormes Lustessen

 

Kalium

- Mengenelement

- ca. 170 g im Körper vorhanden

- hauptsächlich im Zellinneren vorhanden und hält hier mit Natrium den Wasser- und Elektrolythaushalt im Gleichgewicht,

- sorgt für einen regelmäßigen Herzschlag,

- reguliert den Blutdruck

wichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen bzw. die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven

- unterstützt Transportvorgänge (z. B. die Einschleusung von Nahrungsbestandteilen in die Zellen)

- Ein Kaliummangel führt zu Muskelschwäche und Störung der Herztätigkeit.

- Zu einem Kaliummangel kommt es meist nach größeren Flüssigkeitsverlusten, z.B. durch andauernde Durchfallerkrankungen, Erbrechen oder längere Einnahme von Entwässerungs- und Abführmitteln.

- Eine Kaliumüberversorgung wirkt harntreibend, da Kalium die Nieren zu einer erhöhten Harnproduktion anregt. Zu viel Kalium im Blut kann zu Herzversagen führen, da Kalium die Kontraktion des Herzmuskels hemmt. Anzeichen dafür sind Apathie, ein verlangsamter Herzschlag und Lähmungserscheinungen.

 

Magnesium

- Mengenelement

- ca. 30 g im Körper vorhanden, davon

- ca. 30 % im Bewegungsapparat und Herz

- ca. 60 % Knochen und Zähne (Basis)

- Rest - weitere Körperflüssigkeiten

- ist beteiligt an der Übertragung von Nervenimpulsen

- wichtig für die Kontraktion der Muskeln

- dient zur Energiegewinnung

- braucht der Körper zum Aufbau von körpereigenem Eiweiß und beim Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel

- Die Aufnahme von Magnesium wird sehr stark beeinträchtigt durch fettreiche Nahrung sowie einem VitaminB1- und B6-Mangel, Diuretika.

Magnesiummangel:  Gefäßverengungen, diese wiederum rufen Durchblutungsstörungen hervor; Taubheitsgefühle, Verkrampfungen in Füßen, Beinen oder Fingern, allgemeine Muskelschwäche

  und Lähmungserscheinungen (auch Magen-Darm-Trakt ist mit etlichen Muskeln versehen und das Herz!), Verstopfung, Atemprobleme.

- Zu viel Magnesium ist ebenso schädlich: Durch die Anreicherung des Mineralstoffes wird der Blutdruck deutlich gesenkt. Wenn die Normwerte des Magnesiumsgehalts um das bis zu 3-fache überschritten sind, treten wie bei einem Mg-Mangel

eine Erschlaffung der Muskulatur ein, die Tätigkeit des Darms und der Blase setzen aus (unkontrollierte Harnablass), Verstopfungen und ein Blähbauch können Folge sein. Auch wird das zentrale Nervensystem gestört, Lähmungen beeinträchtigen lebenswichtige   Körperfunktionen: z. B. erliegt die Atmung bei einer betroffenen Lungenmuskulatur oder die Herztätigkeit wird extrem gestört (mittelfristige Folge Bluthochdruck).

 

Natrium

- Mengenelement

- ca. 70 g im Körper vorhanden, davon

- ca. 30 % ist in den Knochen gespeichert und wird bei

  Mangelzuständen an das Blut abgegeben

- reguliert mit Kalium zusammen den Wasser- und Elektrolythaushalt (bestimmt Druck und Volumen der Körperflüssigkeiten außerhalb der Zellen)

- wichtig für die Muskel- und Nervenfunktionen

- wichtig für den Säure-Basen-Haushalt

- Natriummangel: ein zu hoher Kochsalzverzehr führt zu einer vermehrten Ausscheidung, wobei auch gleichzeitig Calcium mit ausgespült wird. Ebenso führt extremes Schwitzen oder andauernder Durchfall sowie die Einnahme von Diuretika oder Abführmitteln zu einer Entwässerung des Körpers und zu einer Störung der Muskel- und Nierenfunktion. Wadenkrämpfe können die Folge von Na-Mangel sein, auch eine trockene Haut und Schleimhaut.

- Zu viel Natrium: Bluthochdruck kann sich verstärken, eventuell wird er durch zu viel Na sogar ausgelöst; es kann es zu Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe) kommen; Unruhezustände

 

Silicea

- Spurenelement (Kieselsäure)

- ca. 1,4 g im Körper vorhanden

 - Kieselsäure = Si-Sauerstoffverbindung MIT Wasser

   (Kieselerde = Si-Sauerstoffverbindung OHNE Wasser)

- ist in fast jeder Zelle vorhanden (speziell in den schnell wachsenden Zellen wie Haare, Haut und Nägel), auch Knochen, Blutgefäßen

- unterstützt die Haut, Feuchtigkeit zu binden und reguliert den Hautstoffwechsel

- unterstützt das Bindegewebe

- unterstützt das Immunsystem: Kieselsäure hat eine hohe Bindungskraft gegenüber Bakterien oder Viren, deshalb wird es innerlich und äußerlich bei Entzündungen, Verletzungen u. ä. eingesetzt.

- muss mit der Nahrung immer wieder zugeführt werden, sonst können folgende Symptome immer wieder auftauchen: rissige Haut, Haare, Nägel, Cellulite, Hautstreifen, schwaches Knochengerüst, schlaffe Haut und Falten, schwache Muskulatur

(und dadurch bedingt Rücken-, Haltungsschäden oder Beeinträchtigung der Funktion innerer muskulärer Organe wie Herz, Lunge, Magen-Darm-Trakt), Furunkel, Gersten-/Hagelkörner usw.