Mischen von Schüßler Salzen


Das Gegenargument, dass sich einige Schüßlersalze gegenseitig aufheben bzw. dass sie nicht gleich gut vom Körper aufgenommen werden, kursiert ebenfalls als Fehlinformation:

 

Grobstoffliche Mineralien können sogenannte Gegenspieler sein; z. B. soll man Kalium nicht mit Natrium einnehmen: Aber selbst die Apotheken-Umschau hat im Jahre 2007 veröffentlicht, dass dies nur gilt, wenn man die Mineralien grobstofflich kiloweise einnimmt! In der Potenzierung, also feinstofflich gesehen, soll dies nicht gelten.

 

Also:

In jedem Lebensmittel sind mehrere Mineralien, Vitamine und Spurenelemente enthalten. Die Natur hat dies schon toll eingerichtet: Der Organismus ist in der Lage, diese Vital­stoffe verschiedenartig aufzunehmen und zu verarbeiten (Speichel, Magensäure, Darm).

Auch hier sind die Mineralien ja eigentlich grobstofflich enthalten. Wieviele Lebensmittel – und vor allem Mineralwässer - enthalten denn z. B. gleichzeitig Kalium und Natrium oder Calcium und Magnesium – und der Körper nimmt es eben unterschiedlich auf und verwertet es.

 

Kann die Natur so falsch liegen?

 

Im Schüßler-Bereich (feinstofflich) mischt man problemlos Calcium mit Magnesium oder Kalium und Natrium, da sie dem Körper in potenzierter Form zugeführt werden und der Stoffwechsel darauf anders reagiert. Wie denn nun genau der Körper im Einzelnen stoffwechselmäßig reagiert, konnte bisher noch nicht einmal die Wissenschaft befriedigend erklären.

 

Also halten wir es mit dem Prinzip der „empirischen Heilmethode“:

 

Das ist eine Methode, die sich durch jahrhundertelange Erfahrung bewährt hat.

 

Schüßlersalze sind nicht nur Funktionsmittel, sondern sie setzen auch Reize. Deshalb macht es Sinn, über den Tag verteilt diese Reize zu setzen – sprich: mehrmals täglich die Pastillen zu lutschen oder einen Schluck eigenes Schüßler-Mineralwasser zu trinken.

 

Dr. Schüßler arbeitete grundsätzlich mit den D6 und D12-Potenzen. Die großen Arzneimittelhersteller bestätigen, dass die Biochemischen Mittel nach Dr. Schüßler nur verdünnt (= potenziert) und verrieben werden. Es erfolgt keine Verschüttelung. Insofern sind Schüßlersalze strenggenommen eigentlich keine homöopathischen Mittel. Das einzig Gemeinsame ist die Potenzierung.

 

Insofern sind auch die sogenannten "Erstverschlimmerungen", wie sie aus der Homöopathie bekannt sind, hier nicht zu finden.

 

Es kann allerdings zu (gewünschten) Nebeneffekten kommen:

 

-       Wenn man gegen Milchzucker unwissendermaßen "allergisch" ist, also eine
        sogenannte Laktose-Intoleranz hat: Dies ruft kurzfristiges Unwohlsein hervor.

-       Wenn man gegen einen der Tablettierhilfsstoffe allergisch ist.

-       Es gibt gewünschte Nebeneffekte, wie zum Beispiel die Ausscheidung.

 

Immer wiederkehrende Fragen von Seminar-TeilnehmerInnen:

Warum steht auf der Schüßler-Verpackung bzw. auf den Beipackzetteln der Hinweis "Homöopathisches Arzneimittel – Vor Kindern unzugänglich aufbewahren"?

 

Die Pharmahersteller müssen sich juristisch absichern. Und das tun sie mit entsprechenden Hinweisen.

 

Trotzdem gilt: Selbstverständlich dürfen auch Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche die Schüßler Salze einnehmen. Bei Säuglingen und Kleinkindern idealerweise in Wasser aufgelöst oder als Globuli (Streukügelchen), damit die Kleinen nicht direkt Tabletten nehmen müssen.